LSV Ziegelheim – HSV Ronneburg 32:33 (10:14)
Große Enttäuschung am Samstagabend beim LSV Ziegelheim, denn den Auftakt ins neue Handballjahr hatten sich alle in grün und weiß anders vorgestellt. Gegen den Tabellennachbarn setzte es am Ende eine verdiente Niederlage und obwohl am Ende fast noch ein Punktgewinn herausgesprungen wäre, gingen die beiden Punkte verdient mit auf die Reise nach Ronneburg. Gerade in der Defensive offenbarte der LSV an diesem Tag zu viele Defizite. Da auch die Durchschlagskraft und das Glück im Abschluss fehlten musste man mit einer Niederlage im ersten Spiel des Jahres leben. Und so hatten in der Offensive lediglich Collin Köblitz und Ronny Wunderlich annähernd Normalform.
Sehr verhalten begann die Partie und man konnte bereits zum Beginn sehen, dass die Gäste mit ihrem schmalen Kader das Tempo vor allem verschleppen wollten, was sie über die gesamte Spielzeit auch gut machten. Erst Max Harles mit einem verwandelten Strafwurf konnte die Partie nach bereits zwei Minuten eröffnen. Da konnte noch keiner ahnen, dass es die einzigste! Führung im ganzen Spiel sein sollte. Viel zu behäbig agierte der LSV im Angriff und vom Tempohandball aus dem letzten Heimspiel war nichts zu sehen. Die Gäste kamen besser ins Spiel und spielten ihren Stiefel herunter. Der LSV hingegen verzettelte sich in 1zu1 Situationen und lag nach 15 Minuten mit 5:7 im Hintertreffen. Kevin Bauer im LSV – Tor rüttelte seine Vorderleute wach, konnte man meinen. Doch nach dem 6:8 durch Collin Köblitz ging erst einmal für die nächsten fünf Minuten überhaupt nichts und drei Fehlabspiele später führten die Gäste mit 7:13. Bis zur Pause konnten erneut Collin Köblitz und zweimal Lukas Zeise zumindest ein wenig Ergebniskosmetik betreiben und mit einem 10:14 ging es in die Kabinen.
Mit jeder Menge Wut im Bauch kam der LSV aus dieser und hatte nach fünf Minuten über Ronny Wunderlich, Moritz Krause und Collin Köblitz auf 13:15 verkürzt. Doch die Abwehr wollte an diesem Tag einfach nicht warm werden, war immer wieder zu spät und der HSV setzte sich wieder ab (15:19). Viel wurde probiert, aber so richtig führte weder ein Torhüterwechsel noch eine 5:1 Deckung mit Comebacker Steffen Moritz auf der Spitze zum Erfolg. Zehn Minuten vor dem Ende und beim Stand von 22:27 schien die Partie entschieden. Und auch zwei Minuten vor dem Ende (27:32) sollten die beiden Punkte verdient nach Ronneburg gehen. Oder sollte da doch noch einmal etwas gehen, denn Max Harles, Jonas Krause und Collin Köblitz verkürzten mit drei Treffern in einer Minute auf 30:32. Die Gäste haderten jetzt mit den Schiedsrichtern und leisteten sich zwei unnötige Zeitstrafen. So konnte Ronny Wunderlich 17 Sekunden vor dem Ende auf 31:32 verkürzen. Der LSV setzte alles auf eine Karte und mit dem Treffer zum 31:33 entschieden die Ronneburger das Spiel.
Angesichts der Leistung über 60 Minuten hatte der LSV allerdings auch keinen Punkt verdient gehabt und muss sich nun schleunigst wieder steigern, denn nach den Ergebnissen vom Wochenende ist die untere Tabellenhälfte wieder enger zusammengerückt und die Aufgaben werden keinesfalls leichter.
Nico Stötzner
LSV: Bauer, Schwarzenberg, Harles (4/1), D.Heinig (5), Köblitz (9), A.Heinig, Moritz, Zeise (4), Winter,Wunderlich (7/1), Pörsel, J.Krause (1), M.Krause (1)