LSV Ziegelheim – SV Hermsdorf 25:26 (11:11)

400 Zuschauer sahen am Samstagabend ein bis zur letzten Sekunde spannendes Thüringenliga – Duell zwischen dem LSV Ziegelheim und den Gäste aus Hermsdorf. Erst mit abgelaufener Uhr verwandelten die Gäste aus dem Holzland den entscheidenden Strafwurf zum Auswärtssieg und obwohl die Hausherren lange geführt hatten, standen sie am Ende dennoch mit leeren Händen da. In einem Spiel, in welchem vor allem im ersten Durchgang die beiden Torhüter dominierten, waren die Hermsdorfer am Ende der glückliche Sieger.

Die Partie begann recht schleppend und nach bereits einmal drei Minuten eröffnete Max Harles das Spiel mit seinem Treffer. Der LSV stand recht gut in der Defensive und kam damit gut rein in die Partie. Lohn dafür war der 3:1 Führungstreffer durch Collin Köblitz. Doch bereits in dieser Phase der Partie, verpasste man es die Führung noch weiter auszubauen, was am Ende auch mit den Ausschlag für die Niederlage geben sollte. Die Chancenverwertung war an diesem Tag einfach nicht gut genug. Auf beiden Seiten dominierten die Torhüter den ersten Durchgang und nach bereits 17 Minuten stand gerade einmal ein 6:6 auf der Anzeigetafel. David Heinig übernahm jetzt immer wieder die Verantwortung und konnte seine Farben wieder in Führung werfen. Doch die Gäste blieben dran, erkämpften sich Bälle und kamen immer wieder zum Ausgleich. Der LSV konnte sich bei Kevin Bauer im Ziegelheimer Gehäuse bedanken, dass die Gäste es verpassten in Führung zu gehen und so stand es zur Halbzeit Remis (11:11).

Der erste Treffer im zweiten Durchgang sollte dann auf das Konto der Hermsdorfer gehen und in dieser Phase der Partie fehlte dem LSV der Zugriff in der Defensive. Aus dem Rückraum kamen die Holzländer immer wieder fast ohne Körperkontakt zum Abschluss. Doch der LSV kämpfte sich herein in die Partie. Collin Köblkitz drehte mit einem Doppelpack die Partie wieder zur eigenen Führung (14:13). Nach einer fragwürdigen Strafe gegen Rpnny Wunderlich drohte die Partie wieder zu kippen. Da hatte man die Rechnung aber ohne David Heinig gemacht. In Unterzahl klaute er zweimal den Ball und brachte den LSV mit zwei Toren in Führung (16:14). Als dann Ronny Wunderlich nach seiner abgesessenen Strafe gar zum 17:14 traf führte der LSV erstmals mit drei Treffern. Und trotz der Führung sollte es vielleicht die eine der entscheidenden Phasen sein, denn der LSV verpasste es einfach auf vier, fünf oder sechs Tore davon zu ziehen. Norik Thieme traf dann spektakulär zum 20:17 und die Wieratalhalle bebte, nur um 90 Sekunden später zu verstummen. Denn innerhalb dieser Zeit hatten die Gäste zum 20:20 ausgeglichen. Nun sollte es bis zum Ende ein Spiel auf Messers Schneide sein. Der LSV legte immer wieder vor und das trotz der offensiven Deckung der Gäste. Zwei Minuten vor dem Ende stand es weiter Remis (24:24) und der LSV verpasste es frei von der 6m – Linie in Führung zu gehen. Das machten die Hermsdorfer besser und trafen zum 24:25. Max Harles blieb dann eiskalt vom Strafwurfpunkt und stellte den Ausgleich her. Doch der SVH hatte noch eine Angriff und bekam zwei Sekunden vor dem Ende einen Strafwurf zugesprochen, welchen man auf verwandeln konnte.

Der LSV hatte wieder einmal alles in die Waagschale geworfen und stand dennoch mit leeren Händen da. Nach dem Sieg der Verfolger aus Weimar und Ronneburg, rückt die Tabelle beim Kampf um den Relegationsplatz wieder enger zusammen und der LSV benötigt aus den letzten vier Partien mindestens noch zwei Punkte, um diese Relegation zu umgehen. Anfangen damit kann man am besten schon am kommenden Donnerstag um 20 Uhr im Nachholspiel in der Wqieratalhalle gegen die Gäste aus Mühlhausen.
Nico Stötzner

LSV: Bauer, Schwarzenberg; Harles (2/1), D.Heinig (6), Köblitz (7), A.Heinig, Moritz, Zeise (2), Winter, Wunderlich (2), Engelhardt, Junge, Thieme (4), J.Krause (1/1), M.Krause (1)