Mit einer schweren Auswärtsaufgabe startete der LSV Ziegelheim in das Derby beim frisch gekürten Thüringenmeister SV Aufbau Altenburg. Die Rollen vor dem Anpfiff waren klar verteilt: Während die Gastgeber als Favorit in die Partie gingen, reiste der LSV als Außenseiter an. Doch was die Zuschauer über 60 Minuten zu sehen bekamen, war ein packendes Derby auf Augenhöhe.
Von Beginn an zeigte der LSV eine kämpferisch starke Leistung und hielt dem hohen Tempo der Altenburgerinnen stand. In der Anfangsphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften immer wieder erfolgreich zum Abschluss kamen. Aufbau Altenburg konnte sich zwar zwischenzeitlich leicht absetzen, doch der LSV blieb dran und ließ sich nicht abschütteln. Mit viel Einsatzbereitschaft, Teamgeist und konsequentem Zug zum Tor hielt Ziegelheim den Favoriten permanent unter Druck.
Zur Halbzeit lag der LSV mit 15:11 zurück, doch auch dieser Rückstand spiegelte nicht vollständig wider, wie eng das Spielgeschehen tatsächlich war. Immer wieder fand Ziegelheim Lösungen gegen die starke Altenburger Defensive und zeigte vor allem im Angriff viel Mut und Entschlossenheit.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Derby umkämpft. Aufbau Altenburg nutzte seine individuelle Qualität und Erfahrung, um den Vorsprung zu verwalten, doch der LSV hielt weiterhin stark dagegen und ließ zu keinem Zeitpunkt nach. Besonders kämpferisch überzeugte das Team, das sich trotz Rückschlägen immer wieder zurückmeldete und bis in die Schlussminuten alles investierte.
Am Ende setzte sich der Thüringenmeister mit 27:26 durch, doch der knappe Spielausgang zeigt deutlich, wie stark der LSV Ziegelheim aufgetreten ist. Gegen den Meister über die volle Spielzeit auf Augenhöhe mitzuhalten, spricht für die Entwicklung und Moral der Mannschaft.
Trotz der knappen Niederlage kann der LSV viel Positives aus diesem Derby mitnehmen. Die Mannschaft hat Charakter bewiesen, großen Kampfgeist gezeigt und dem Favoriten alles abverlangt — eine Leistung, mit der man souverän ins letzte Spiel der Saison gehen kann. Am kommenden Sonntag heißt es ein letztes Mal Anpfiff in der Wieratalhalle. Zu Gast ist der aktuell Tabellen vierte, die Frauen der SG Apolda/ Großschwabhausen. Anpfiff ist 16 Uhr. Kommt und unterstützt und ein letztes Mal!

Es spielten:
Lena Kipping(3), Scady Wagner(3), Anne Erler(9), Isabel Harles, Laura Neyer(5), Maria Erler(4), Vanessa Kaiser, Luisa Dietrich, Eileen Genergke(1), Jolina Edel, Alina Hohlfeld(1), Tina Andersch, Maria Bromme