LSV Ziegelheim – HBV Jena 23:33 (8:17)

Den ersten Heimauftritt in der neuen Spielzeit hatten sich wohl alle auf Ziegelheimer Seite ein wenig anders vorgestellt. Nach dem Punktgewinn am ersten Spieltag in Ronneburg, wollte man sich gegen den Favoriten aus Jena gut verkaufen und vielleicht etwas Zählbares mitnehmen. Daraus wurde vor 250 Zuschauern in der Wieratalhalle aber leider nichts. Dies lag vor allem daran, dass man den kompletten ersten Durchgang verschlief. Es fehlte an der Cleverness, einer funktionierenden Defensive und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Erst im zweiten Durchgang war man dann auch einmal in der Offensive erfolgreich, auch wenn die technischen Fehler nicht gerade weniger worden.

Schon in den ersten Minuten war zu sehen, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln sollte und so konnte erst David Heinig in der achten Spielminute den ersten LSV – Treffer erzielen. Da hatten die Gäste aus Jena allerdings schon vier Treffer auf ihrem Konto verbucht. Nach zehn Minuten sah sich dann LSV – Trainer Torsten Urwank zur ersten Auszeit genötigt (2:6). Doch auch danach wurde es für den LSV nicht besser. Immer wieder verzettelte man sich in 1zu1 Situationen oder leistete sich viel zu einfache Ballverluste gegen die offensive Deckung der Gäste. Diese wiederum waren im Angriff fast nicht zu stoppen und vor allem über ihre beiden Außenspieler Richard Vagner und Georg Missale erfolgreich. Nach einer Viertelstunde und einem 4:10 Rückstand konnte man Bösen ahnen an diesem Tag für den LSV. Bis zur Pause blieb es das erwartet schwere Spiel für den LSV. Man probierte viel, um wieder ein Stück weiter auf Schlagdistanz zu kommen,was allerdings nicht gelingen sollte und mit hängenden Köpfen und einem deutlichen 8:17 Rückstand ging es in die Kabinen.

Nach der Pause sollte sich vor allem die Hereinnahme von Andre´ Heinig bemerkbar machen.Er gab der Abwehr ein wenig mehr Stabilität und sollte später auch im Angriff, vom Kreis, immer wieder Akzente setzen. Doch weiterhin war der HBV tonangebend und nach 35 Minuten betrug der Rückstand erstmals zehn Treffer (10:20). Dem LSV fehlte in der Abwehr meist der letzte Schritt zum Gegner und auch im Angriff war man einfach in den entscheidenden Momente nicht wach genug. Andre´ Heinig und Jonas Krause brachten noch einmal etwas Schwung in den Angriff und zumindest den Wille das Ergebnis ein wenig freundlicher zu gestalten konnte man dem LSV nicht absprechen. So plätscherte das Spiel bis zum Ende vor sich hin und nach 60 Minuten und dem letzten Treffer zum 23:33 Endstand endete die Partie.

Betrachtet man den zweiten Durchgang, war man was die Treffer angeht zumindest auf Augenhöhe mit dem HBV, welcher im zweiten Durchgang aber auch munter durchwechseln konnte. Und dennoch muss der LSV am besten schon in der nächsten Woche in Weimar wieder an die Leistung aus Ronneburg anknüpfen, denn nach einer Spielpause heißen die nächsten Gegner dann Apolda, Werratal und Suhl, welche wohl alle um die Medaillenränge mitspielen sollten in dieser Spielzeit.

Nico Stötzner

LSV: Bauer, Schwarzenberg; Harles (3/1), D.Heinig (6), Köblitz (2), A.Heinig (3), Zeise (1), Winter, Kühn, Thieme (3), Pörsel (1), J.Krause (3/1), M.Krause (1)