HSV Ronneburg – LSV Ziegelheim 35:31 (17:12)
Nach der Niederlage am letzten Spieltag im Derby gegen Aufbau Altenburg, wartete am vergangenen Wochenende gleich das nächste Nachbarschaftsduell auf die Ziegelheimer Mannschaft. Zu Gast war man beim Tabellennachbarn in Ronneburg. Auch dort wäre durchaus etwas Zählbares möglich gewesen, hätte man in den ersten 20 Minuten überhaupt am Spiel teilgenommen. Völlig von der Rolle präsentierte man sich gegen die Ronneburger und Moritz Krause war es vorbehalten in der 18. Minute das erste Tor für den LSV aus dem Feld heraus zu erzielen. Bis dahin hatte lediglich Max Harles drei Treffer vom Strafwurfpunkt erzielen können. Und dennoch kämpfte sich der LSV zurück in die Partie, war beim 27:28 zehn Minuten vor dem Ende wieder dran und schaffte es trotzdem nicht die Hausherren zu Fall zu bringen. Da konnte auch der 16 – fache Torschütze Max Harles nichts ausrichten.
Es waren keine zehn Minuten gespielt, da sah sich Trainer Torsten Urwank zur ersten Auszeit genötigt. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft bereits mit 1:4 zurück und hatte die ersten Minuten komplett Verschlafen. Doch auch danach wurde es nicht besser, denn während die Hausherren weiter munter den Ball im Gehäuse des LSV unterbrachten, leisteten sich die Ziegelheimer viel zu viele Fehler und beim 2:10 zog Torsten Urwank bereits seine zweite Auszeit. Mit der Hereinnahme von Steffen Moritz war dann endlich mehr Feuer im Spiel des LSV und in der Abwehr kehrte die nötige Aggressivität zurück. Endlich hatte das Spiel Derbycharakter. Max Harles zeigte sich an diesem Tag sicher vom Strafwurfpunkt und vorn fand man nun immer häufiger die Lücke in der Abwehr des HSV. Mit dem 10:16 durch Collin Köblitz konnte man das Ergebnis zumindest etwas freundlicher gestalten und in die Pause ging man lediglich mit einem 12:17.
Nach dem Seitenwechsel schien der LSV aber erneut noch in der Kabine zu sein. Mirko Alexy traf drei Mal am Stück und schraubte das Ergebnis auf 12:20 in die Höhe. Das sollte jedoch endgültig die Ziegelheimer geweckt haben. Plötzlich waren die Gäste endlich wieder mutig im Abschluss und konnten bis zur 40. Minute und einem 6:2 Lauf auf 18:22 verkürzen. Einer war im zweiten Durchgang gar nicht mehr zu Bremsen. Max Harles führte seine Mannschaft zurück in die Partie und traf am Ende sogar von der vollkommen ungewohnten Rechtsaußenposition. Der LSV war nun tonangebend und konnte sich dennoch vorerst nicht weiter heran kämpfen. Erst als sich Max Harles erneut ein Herz fasste und mit drei Treffern hintereinander zum 27:28 verkürzte, war der LSV endgültig zurück im Spiel. Und auch Moritz Krause konnte seine Mannschaft noch einmal auf einen Treffer heran bringen. Doch der LSV hatte zu viel investiert und die Hausherren, brachten das Spiel noch sicher über die Ziellinie. Und wer weiß was passiert wäre, hätte der LSV über 60 Minuten konstant seine Leistung abgerufen. Denn betrachtet man die letzten 40 Minuten, gingen diese klar an die Ziegelheimer.
Nico Stötzner
LSV: Bauer, Schwarzenberg, Rink; Harles (16/7), Köblitz (5), A.Heinig (1), Moritz (3), Zeise (1), Winter, Thieme (2), Pörsel (1), J.Krause, M.Krause (2)