SV Hermsdorf – LSV Ziegelheim 31:23 (11:11)
Ein Spiel, bei welchem man am Ende wieder einmal sagen muss, es wäre mehr drin gewesen. Doch die letzten 15 Minuten der Partie im Ostthüringenderby gegen den SV Hermsdorf gehörten ganz klar den Hausherren, welche am Ende verdient die Platte als Sieger verließen. Dabei hatte der LSV vor allem in der Defensive, mit einem stark aufspielenden Kevin Bauer im Tor, überzeugt. Das Problem an diesem Tag lag eindeutig in der Offensive, in welcher David Heinig mit zehn Treffern fast Alleinunterhalter war. Hier leistete man sich zu viele Fehler im Abschluss, verzettelte sich immer wieder in Einzelaktionen oder warf den Ball viel zu schnell weg.
Die Partie begann schleppend auf beiden Seiten und die Abwehrreihen sollten zum Beginn das Spiel dominieren. Max Harles eröffnete die Partie mit seinem Treffer zum 0:1. Doch fortan sollten die Hermsdorfer erst einmal das Spielgeschehen bestimmen und erst David Heinig mit seinem Treffer zum 3:2 Anschluss zeigte sich verantwortlich für den zweiten LSV – Treffer. Kevin Bauer im LSV – Tor zeigte sich gleich hellwach und leitete mit seinen Paraden immer wieder die LSV – Angriffe ein. In einem torarmen ersten Durchgang war es David Heinig, welcher nach 20 Minuten den erneuten Ausgleich herstellen konnte (7:7). Bis zur Pause sollte es weiter eine Partie auf Augenhöhe sein und Max Harles sorgte mit einem verwandelten Strafwurf für den 11:11 – Halbzeitstand.
Und genau so sollte es nach dem Pausentee auch weitergehen. Der LSV verpasste es zum Beginn der zweiten 30 Minuten in Führung zu gehen und scheiterte vor allem an sich selbst. Als diese Führung dann doch einmal durch Collin Köblitz gelang, sollte dies auch ein kleiner Knackpunkt in die falsche Richtung für die Ziegelheimer sein. Aus einem 14:15 Rückstand machten die Hausherren innerhalb weniger Minuten eine eigene 21:17 Führung. Während sich die Hermsdorfer in einen kleinen Rausch spielten, war der LSV vollkommen von der Rolle und haderte mit sich selbst. Es sollte die Vorentscheidung im Spiel sein. Vor allem weil man im Angriff viel zu schnell den Ball wieder aus den Händen gab, lud man den SVH zum Kontern ein. Diese nahmen die Geschenke am Vorabend des 1.Advents dankend an und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe und nach der Schlusssirene stand der LSV nach aufopferungsvollem Kampf mit leeren Händen da.
Bereits in der nächsten Woche gibt es die Chance zur Wiedergutmachung. Dann wartet am Nikolaustag das Derby gegen Aufbau Altenburg in der Wieratalhalle.
Nico Stötzner
LSV: Bauer, Schwarzenberg; Harles (6/4), D.Heinig (10), Köblitz (2), A.Heinig, Junge, Zeise, Winter, Wunderlich (2), Kühn, Thieme (1), Pörsel, J.Krause (1), M.Krause (1)