LSV Ziegelheim – HSV Weimar 32:33 (15:17)

Den Auftakt in die neue Spielzeit in der Oberliga Thüringen hatten sich die Ziegelheimer sicherlich anders vorgestellt. Gegen die Mannschaft aus Weimar verlor man am ersten Spieltag am Ende knapp mit einem Treffer. Zuzuschreiben hatte man sich diese Niederlage selbst, denn über die gesamte Spielzeit leistete man sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe und am Ende stand man zum Auftakt mit leeren Händen da.

Unter dem neuen Cheftrainer Till Unger hatte der LSV den besseren Beginn ins Spiel. Norik Thieme mit einem Doppelschlag sorgte gleich für eine 2:0 Führung. Und auch Elias Schwarzenberg im Ziegelheimer Gehäuse kam gut ins Spiel und parierte gleich zwei Bälle. Gerade die Defensive stand in den ersten Minuten gut und erneut Norik Thieme und Collin Köblitz stellten das Ergebnis auf 4:1. Doch bereits in dieser Phase leistete man sich die ersten kleinen Fehler und die Gäste kamen besser ins Spiel und konnten nach zehn Minuten auf 6:5 verkürzen. Doch Ronny Wunderlich mit drei verwandelten Strafwürfen und David Heinig sorgten für eine vorerst komfortable Führung (10:6). In den nächsten Minuten kam der LSV allerdings mit dem Tempospiel der Gäste so gar nicht mehr zurecht und lud diese immer wieder zum Kontern ein. Innerhalb weniger Minuten konnte der HSV so das Spiel zum 12:12 ausgleichen. Wieder warf der LSV im Angriff zu schnell den Ball weg und Weimar konnte mit schnellen Toren erstmals in Führung gehen. Bis zur Pause konnten sie den Vorsprung sogar ausbauen und mit einem 15:17 aus Sicht der Ziegelheimer ging es vorerst in die Kabinen.

Und auch nach der Pause wurde es in Reihen des LSV erst einmal nicht besser. Unvorbereitete Würfe im Angriff und auch die Defensive stand nicht mehr so stabil wie noch zum Beginn der Partie. Weimar konnte somit auf drei Treffer davon ziehen (17:20). Der LSV kam nun aber über seine junge Garde wieder zurück ins Spiel und vorallerm Collin Köblitz zeigte sich treffsicher aus dem Rückraum. Da auch Lukas Zeise am Kreis immer wieder Räume schaffte und selbst zum 20:21 traf, war der LSV dem Ausgleich wieder nah. Dieser sollte dann nach einem Doppelschlag durch Moritz Krause und Collin Köblitz auch fallen (24:24). Nachdem Lukas Zeise erstmals wieder zur Führung traf, hatte die Wieratalhalle erstmals Betriebstemperatur in dieser Spielzeit. Erneut verpasste man es in dieser Phase für klare Verhältnisse zu sorgen und die Gäste glichen das Spiel aus und gingen erneut in Führung (27:28). Doch noch waren 15 Minute zu gehen und der LSV ackerte nun unermüdlich in der Abwehr. Lohn dafür war, dass man mit einem 3:0 – Lauf über Jonas Krause und erneut Collin Köblitz das Spiel erneut drehen konnte und mit 30:28 in Führung ging. Sieben Minuten vor dem Ende hatte dieser Vorsprung immer noch Bestand, als Emil Winter zum 32:30 traf. Da konnte noch keiner ahnen, dass es der letzte LSV Treffer in diesem Spiel bleiben sollte. In den letzten Minuten passte dann so gar nichts mehr zusammen beim LSV. Pfostentreffer, technische Fehler und Fehlwürfe sollten es sein bis zum Ende der Partie. Da passte es ins Bild, dass Weimar zehn Sekunden vor dem Ende zum Sieg traf (32:33).

Hängende Köpfe auf der einen und Freude auf der anderen Seite. Den Auftakt in die neue Spielzeit hatte man sich beim LSV sicherlich anders vorgestellt. Bereits in 14 Tagen steht dann das Derby in Ronneburg an. Bis dahin bleibt genügend Zeit die Fehler abzustellen.

Nico Stötzner

LSV: Schwarzenberg, Püschel, D. Heinig (4), Köblitz (8), A.Heinig, Moritz, Zeise (3), Winter (1), Wunderlich (5/5), Engelhardt, Junge, Schiffner (1), Thieme (5), Pörsel (1), ´J.Krause (1), M.Krause (3)