HBV Jena 90 – LSV Ziegelheim 41:30 (22:15)

Am 12. Spieltag der Thüringenliga reiste der LSV Ziegelheim am vergangenen Samstag nach Jena. Die Vorzeichen dafür standen alles andere als gut. Mit den Heinig – Brüdern,Lukas Zeise, Steffen Moritz und Ronny Wunderlich fehlte fast eine komplette Mannschaft. Max Harles ging dazu angeschlagen in die Partie. Ein großen Dankeschön gilt daher an die Spieler der zweiten Mannschaft, welche den Weg nach Jena mit antraten und im Notfall bereit gewesen wären. Angesichts der Tabellenkonstellation wird es im Abstiegskampf für den LSV immer enger und in den nächsten Spielen muss zwingend wieder etwas Zählbares her.

Die Partie begann mit jeder Menge Tempo und auch die Ziegelheimer waren sofort gut drin im Spiel. Nach einem schnellen 1:3 Rückstand konnten Collin Köblitz, Jonas Krause und Norik Thieme mit ihren Toren, das Spiel nach nicht einmal fünf Minuten auf 4:4 stellen. Doch nur wenige Augenblicke später konnte der große Favorit, welcher ebenfalls auf einige Stammspieler verzichten musste, die Partie vorerst in die richtigen Bahnen lenken und führte mit 8:4. Der LSV haderte in dieser Phase vor allem wieder mit sich selbst, traf zu häufig die Torumrandung oder leistete sich individuelle Fehler. Dadurch konnten sich die Hausherren immer weiter absetzen. Aus dem Rückraum zeigte sich beim LSV Collin Köblitz treffsicher und vom Strafwurfpunkt war Max Harles mehrfach erfolgreich. Da jedoch in der Defensive angesichts zahlreicher Umstellungen einfach die Abstimmung fehlte baute der HBV seinen Vorsprung weiter aus. Doch der LSV steckte nicht auf und war nach einem verwandelten 7m von Max Harles und einem Tor von Moritz Krause wieder auf 14:11 heran gekommen. In den letzten zehn Minuten vor der Pause sorgten die Jenenser dann aber für klare Verhältnisse und zogen mit schnellen Abschlüssen auf 22:15 davon.

Und auch nach der Pause immer wieder das selbe Bild. Während sich der LSV jeden Treffer hart erarbeiten musste, kamen die Gastgeber immer wieder zu einfachen und schnellen Abschlüssen. Doch wie immer konnte man dem LSV den Kampfgeist nicht absprechen und Marvin Pörsel, Moritz Krause und Collin Köblitz hielten den Rückstand zumindest konstant (28:21). Langsam aber sicher machte sich nun auch der enorme Kraftaufwand bemerkbar und 15 Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand erstmals zehn Treffer (31:21). Bis zum Ende blieb es dann noch einmal ausgeglichen und man konnte sich noch mehrfach über Max Harles, Marvin Pörsel un Jonas Krause in die Torschützenliste eintragen. Näher heran sollte der LSV aber nicht noch einmal kommen und die Gastgeber spielten es clever herunter. Norik Thieme mit dem 30. Ziegelheimer Treffer sollte dann für den 41:30 Endstand sorgen.

Nach einer Spielpause in der nächsten Woche steht dann mit dem Heimspiel gegen den HSV Weimar am 7.Februar bereits das erste Endspiel an und im Abstiegskampf müssen für den LSV endlich wieder einmal zwei Punkte her. Die nächsten Gegner heißen dann nämlich Apolda, Werratal und Suhl.

Nico Stötzner

LSV: Bauer, Schwarzenberg; Harles (7/4), Köblitz (6), Winter, Speck, Kühnert, Dietrich, Thieme (3), Pörsel (6), J.Krause (5/1), Kühn, M.Krause (3), Biedermann