LSV Ziegelheim – Wölfe Erfurt 34:34 (14:21)

Für das letzte Heimspiel in dieser Spielzeit hatte sich der LSV Ziegelheim noch einmal einen richtiges Highlight aufgehoben. Und die Gäste aus Erfurt mussten am Ende doch noch einen Punkt in der Wieratalhalle lassen. Dabei sahen sie zur Halbzeit und einer komfortablen 7 – Tore – Führung schon wie der Sieger aus. Doch der LSV steckte wie bereits in der gesamten Spielzeit nie auf und kam mit der Schlusssirene durch Max Harles zum Ausgleich. Der Jubel wehrte aber nicht lange, da sich Max Harles dabei verletzte und noch am Abend ins Krankenhaus musste.

Der LSV musste im letzten Heimspiel bereits vor dem Spiel die Ausfälle von Collin Köblitz und Jonas Krause verkraften. Und bereits nach sechs Minuten hatte LSV – Trainer beim 0:4 genug gesehen und rief seine Mannen zur ersten Auszeit zusammen. Doch auch danach sollte es nicht besser werden. Zu verkrampft und inkonsequent war man im Abschluss und die Gäste konnten ihren Vorsprung auf 1:7 ausbauen. Erst mit den Treffern von Norik Thieme und Marvin Pörsel kam etwas Struktur ins Spiel. Doch weiterhin dominierten die Erfurter und bauten ihren Vorsprung auf 4:11 nach 15 Minuten aus. Der LSV ließ in den ersten 30 Minuten so einiges vermissen und selbst aus dem Rückraum war man nicht erfolgreich. Da war es gut, dass Max Harles wenigstens vom Strafwurfpunkt erfolgreich war. In den letzten zehn Minuten vor der Pause harmonierte zumindest die Angriffsreihe des LSV besser und Steffen Moritz sorgte mit seinem erste Saisontreffer für den 14:21 Halbzeitstand.

Nach der Pause zunächst ein unverändertes Bild und Erfurt konnte seine Führung auf acht Treffer ausbauen (14:22). Der LSV versuchte nun alles und über David Heinig und Max Harles konnte man den Rückstand auf 18:23 verkürzen. Doch nach 40 Minuten betrug der Rückstand dann wieder 7 Tore (20:27). Die erfahrenen Akteure um David Heinig und Steffen Moritz übernahmen jetzt die Verantwortung und beim 24:28 war man zumindest wieder auf Tuchfühlung. Doch die Gäste waren erneut über die Außenpositionen erfolgreich und beim 24:30 hätten wohl auch die kühnsten Optimisten keinen Pfifferling auf den LSV gesetzt. Aber plötzlich stellte der LSV innerhalb von fünf Minuten das Spiel auf den Kopf und David Heinig, Ronny Wunderlich und Steffen Moritz brachten die Wieratalhalle beim 28:30 auf Betriebstemperatur. Diese kühlten die Gäste fünf Minuten vor dem Ende und einem Spielstand von 29:33 wieder herunter. Doch der LSV wollte sich einfach nicht geschlagen geben und mit drei Treffern innerhalb von 90 Sekunden war man auf einen Treffer heran gekommen (32:33). Eine halbe Minute vor dem Ende nahmen die Erfurter ihre letzte Auszeit und beim 32:34 sollte alles gelaufen sein. Könnte man meinen. Der LSV provozierte anschließend eine Ballverlust und David Heinig knallte den Ball zum 33:34 in die Maschen. Noch 15 Sekunden zu gehen und offensive LSV Deckung. Erneuter Ballverlust der Gäste und Max Harles wurde auf die Reise geschickt. Unter Bedrängung traf er zum 34:34 und die Schlusssirene ertönte. Aufgrund der Verletzung wehrte der Jubel allerdings nur kurz.

Wieder einmal hatte der LSV bewiesen, was ihn in dieser Saison auszeichnet. Kampf bis zur letzte Sekunde, leider mit dem nächsten verletzten Spieler und so will man die letzte Partie in der nächsten Woche in Mühlhausen wohl einfach nur runter spielen, um dann in die wohlverdiente Sommerpause zu gehen.

Nico Stötzner

LSV: Bauer, Schwarzenberg; Harles (10/6), D.Heinig (8), A,Heinig (1), Moritz (4), Zeise (4), Winter, Wunderlich (2), Speck, Engelhardt, Thieme (1), Pörsel (2), M.Krause (2)