SV Hermsdorf – LSV Ziegelheim 37:33 (16:15)

Auch nach dem vierten Spieltag wartet der LSV Ziegelheim weiterhin auf etwas Zählbares in der diesjährigen Thüringenliga Saison. In Hermsdorf waren es vor allem zwei verschlafene Anfangsphasen zum Beginn jeder Halbzeit, welche die Ziegelheimer am Ende weiter auf den ersten Sieg warten ließen. Hinzu kam, dass man sich auch in der Defensive wieder zu anfällig präsentierte. Da halfen auch elf Tore des erneut treffsicheren David Heinig, sowie eine hundertprozentige Quote auf Linksaußen von Merlin Engelhardt nichts.

 

Der LSV musste in diesem Spiel lediglich auf den urlaubsbedingt verhinderten Norik Thieme, sowie auf die Langzeitverletzten Max Harles und Alexander Schiffner verzichten. Die ersten Minuten der Partie sollten den Hausherren gehören. Doch Collin Köblitz und Jonas Krause konnten zum 2:2 ausgleichen. David Püschel kam zusätzlich mit zwei Paraden gleich gut rein in die Partie. Doch hellwach waren die Gäste dennoch nicht und nach dem 4:7 aus Ziegelheimer Sicht, sah sich Till Unger zur ersten Auszeit genötigt. Fortan war der LSV besser in der Partie und Jonas Krause, David Heinig und Merlin Engelhardt stellten auf 7:7. Nun war der LSV die tonangebende Mannschaft, kämpfte in der Abwehr und kam in der Offensive immer wieder zum Torerfolg. So trafen Marvin Pörsel und David Heinig zur ersten Zwei – Tore – Führung (9:11). Nach einer Auszeit des SVH konnten diese das Spiel innerhalb weniger Minuten wieder ausgleichen (12:12). Bis zur Pause blieb es dann ausgeglichen und mit einer knappen Führung von 16:15 gingen die Mannschaften erst einmal in die Kabinen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit viel Tempo weiter und Merlin Engelhardt (16:16) und Ronny Wunderlich mit zwei verwandelten Strafwürfen (18:18), konnten jeweils den Ausgleich wieder herstellen. Dann sollte es allerdings über den LSV hereinbrechen und die Gastgeber sorgten mit vier Toren in drei Minuten für die erste richtig klare Führung in der Partie (22:18). Der LSV ließ zu viel in der Defensive zu und war auch bei allen Abprallern zu schläfrig. In der Offensive sündigte man nun wieder mit seinen Chancen und erneut rief der LSV – Coach zur kurzen Besprechung. Doch näher wie bis auf drei Treffer sollte der LSV nicht noch einmal heran kommen und eine Viertelstunde vor dem Ende führten die Hermsdorfer mit 27:22. Der LSV warf nun alles in die Waagschale und war zehn Minuten vor dem Ende wieder auf drei Tore heran gekommen (29:26). Den Kampf konnte man dem LSV dabei erneut nicht absprechen. In den letzten Minuten sollte es ein wahres Scheibenschießen auf beiden Seiten werden, bei welchem David Heinig in den letzten fünf Minuten sechs Treffer erzielen sollte. Doch das Aufbäumen kam zu spät, weil auch die Hausherren auf der Gegenseite all ihre Würfe im Ziel unterbrachten.

Nach 60 Minuten endete ein temporeiches und torreiches Ostthüringenderby, nach welchem der LSV weiterhin auf die ersten Punkte wartet. Bereits in der nächsten Woche geht der LSV erneut auf Reisen. Dann führt der Weg nach Goldbach, bevor sich der Sonneberger HV und die Wölfe Erfurt in der Wieratalhalle vorstellen.

 

Nico Stötzner

LSV: Püschel, Schwarzenberg, D.Heinig (11), Köblitz (2), A.Heinig, Moritz, Zeise (1), Winter, Wunderlich (4/4), Bär, Engelhardt (7), Junge, Pörsel (2), J.Krause (6/3), M.Krause