HSV Ronneburg – LSV Ziegelheim 32:31(18:15)
Zum ersten Auswärtsspiel der noch jungen Spielzeit, war der LSV Ziegelheim am Samstagabend zum Derby beim HSV Ronneburg zu Gast. In einer bis zum Ende spannenden Partie zog der LSV erneut mit einem Tor den Kürzeren. Nach dem sich die Unger – Sieben im zweiten Durchgang in die Partie mehrfach zurück gekämpft hatte, verloren die Hausherren zehn Sekunden vor dem Ende den Ball. David Heinig spielte auf den völlig frei stehenden Marvin Pörsel, welcher leider am Torhüter der Ronneburger scheiterte. Somit wartet der LSV weiterhin auf den ersten Punktgewinn der neuen Saison.
Den Beginn der Partie verschlief der LSV zunächst komplett. Es fehlte der Zugriff in der Defensive und im Angriff wirkte man noch zu nervös. Erst Alexander Schiffner konnte den ersten Treffer nach etwas mehr als drei Minuten erzielen. Da hatten die Hausherren allerdings schon dreimal das Gehäuse des LSV getroffen (1:3). Der LSV kämpfte sich jetzt langsam aber sicher in die Partie. Vorn sorgte der Rückraum mit Collin Köblitz, Alexander Schiffner und Jonas Krause für die nötigen Tore. Doch weiter bereitete die Abwehr Probleme. Erst nach zwei technischen Fehlern der Ronneburger brachte Norik Thieme den LSV erstmals wieder auf Tuchfühlung (7:8). Anschließend verpasste man den Ausgleich und war kurze Zeit später wieder mit vier Treffern im Rückstand (10:14). LSV – Trainer Till Unger reagierte mit einer Auszeit. Nach dieser konnten Jonas Krause und Marvin Pörsel zunächst verkürzen. So richtig kam der LSV aber bis zur Pause nicht noch einmal heran und mit einem 15:18 Rückstand ging es in die Kabinen.
Aus dieser kam der LSV wie verwandelt und David Heinig und Collin Köblitz verkürzten auf 17:18. Gerade in der Abwehr fand man mit Steffen Moritz nun endlich ein Mittel gegen den Torschützen vom Dienst der Hausherren. Hinzu kam, dass man nun im Angriff sowohl am Kreis über Lukas Zeise, von Außen durch Marvin Pörsel und auch aus dem Rückraum mit David Heinig und Collin Köblitz torgefährlich war. Nach 40 Minuten und einem Spielstand von 22:21 für die Gastgeber war es das prickelnde Derby, was man sich versprochen hatte. Der LSV blieb auf Tuchfühlung und zwang den HSV zu seiner nächsten Auszeit. Nach dieser sollte allerdings Jonas Krause vom Strafwurfpunkt erstmals den Ausgleich herstellen und beim 25:25 war plötzlich alles offen. In dieser Phase verpassten es die Ziegelheimer allerdings mehrfach in Führung zu gehen, was die Ronneburger zum Kontern einlud. Mit einem 1:4 – Lauf aus Sicht des LSV war man plötzlich wieder mit 26:29 im Rückstand. Der LSV gab jedoch nicht auf und über David Heinig und Collin Köblitz war man beim 28:29 wieder dran. Als Collin Köblitz dann gar das 29:29 herstellen konnte, brachen die letzten Minuten der Partie an. Doch wieder waren es die Hausherren, die das Spiel auf ihre Seite rissen. 150 Sekunden vor dem Ende führten sie wieder mit 32:29. Norik Thieme und Jonas Krause 30 Sekunden vor dem Ende vom 7m Punkt verkürzten wieder auf 32:31. Dann die eingangs beschriebene Szene und Unbändige Freude auf der einen Seite, sowie hängende Köpfe auf Ziegelheimer Seite.
Am Ende hatte dieses Derby wohl keinen Sieger verdient. Danach fragte nach 60 Minuten aber niemand. Vielmehr heißt es nun die richtigen Schlüsse ziehen, um in 14 Tagen gegen die Bundesliga Reserve aus Eisenach in der Wieratalhalle bereit zu sein.
Nico Stötzner
LSV: Schwarzenberg,Rink; D.Heinig (4), Köblitz (8), A.Heinig, Moritz, Zeise (3), Wunderlich (1/1), Bär, Engelhardt (1), Schiffner (3), Thieme (3), Pörsel (3), J.Krause (5/3)